Erlebe den Beruf Maurer*in bei der ZDB in 360 Grad

Sie errichten die Grundlage für Gebäude, in denen wir leben und arbeiten: Maurer*innen. Schau Tobias zu, wie er dabei Präzision und handwerkliches Geschick in seinem Beruf vereinen muss.
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Maurer*in: Sehen, was man geschaffen hat

Sieh dich mal um. Nach links, rechts und gerade aus. Was umgibt dich? Mit allergrößter Sicherheit: Wände. Und wenn dich keine Wände umgeben, dann wirst du nicht weit gucken müssen, um ein Haus, eine Mauer oder ein anderes Gebäude zu erspähen. Damit ist, was Maurer*innen tun, dir immer ganz nah und für unsere moderne Gesellschaft unverzichtbar.

Sie sind es, die Wände und Mauern und Rohbauten errichten, die später ein Gebäude werden oder eins umgeben sollen. Klar ist somit auch: Maurer*innen sehen am Ende eines jeden Arbeitstages, was sie geleistet haben. Und alle anderen tun das auch.

Aber Butter bei die Fische: Maurer*in ist ein anspruchsvoller Beruf, der Geist und Körper fordert. Ob gemischt, geklebt oder gemauert wird, ob Ecken, Kanten oder Fensterbereiche ins Mauerwerk gebaut werden, immer ist ein Zusammenspiel aus Präzision und Kraft gefragt. Köpfchen und Handgeschick führen bei Maurer*innen nur gemeinsam ans Ziel.

Das Deutsche Baugewerbe

Wir sind der größte und älteste Bauverband in Deutschland und versammeln unter unserem Dach handwerklich geprägte, inhabergeführte kleinere Unternehmer sowie große Mittelständler. Dabei repräsentieren wir das gesamte Spektrum des Baugewerbes vom klassischen Hochbau, über den Straßen- und Tiefbau bis hin zum Ausbau. Mit gut ausgebildeten Fachkräften meistern wir die Bauaufgaben von heute und von morgen. Wir, das sind über 800.000 Menschen mit einer gemeinsamen Leidenschaft - Wir bauen. Für die Menschen. Für die Zukunft.

Deine Aufgaben als Maurer*in: Aufgaben, denen du in diesem Beruf begegnest

An die Baustelle kommen und Tetris spielen? Fehlanzeige. Dein Beruf als Maurer*in verlangt dir einige Dinge mehr ab und gewährleistet so, dass es immer genug Abwechslung in deinem Beruf gibt und die nächste Herausforderung bereits auf dich wartet.

Planung

Im Freistil kann der Rohbau für ein Gebäude nur sehr schwer bis gar nicht errichtet werden. Mauerwerk aufzuziehen erfordert Genauigkeit auf den Millimeter und einen Plan, wann etwas wo benötigt wird – und mit welchem Material und Werkzeug gearbeitet werden soll.

Vorbereitung von Materialien und Werkzeugen

Jetzt geht es daran, vorzubereiten, was du für deine Arbeit benötigst. Die Steinschichten sollen zusammengehalten und Wärmedämmung gewährleistet werden? Dann wird Dünnbettmörtel zusammengerührt, bevor die Steinschichten in einer Schneidemaschine zurechtgeschnitten werden.

Mauern

Ob Innenwände, Mauerwerk für ein Fenster, Ecken, jede Aufgabe beinhaltet ihre ganz eigenen Herausforderungen. Hier ist Präzision das oberste Gebot: Ist der Mörtel nämlich erstmal trocken, ist eine Fehlerkorrektur im Nachhinein nur sehr noch schwer möglich.

Wie werde ich Maurer*in? Wichtige Ausbildungsinhalte und Job-Skills

Die Ausbildung als Maurer*in dauert 3 Jahre und findet sowohl im Unternehmen als auch in der Berufsschule statt. Theoretisch kannst du die Ausbildung ohne Schulabschluss beginnen, die meisten Auszubildenden bringen allerdings einen Hauptschulabschluss mit, den die Betriebe auf der anderen Seite ebenfalls bevorzugen.

Fitness

Wie du dir vorstellen kannst, ist die Arbeit als Maurer*in durchaus körperlich anstrengend – und demzufolge gleichzeitig dein tägliches Fitnessprogramm. Gesundheitliche und körperliche Fitness sind daher wichtig, damit du Freude an deinem Job hast. Auch schwindelfrei solltest du sein, wenn es beim Bauen hoch hinaus geht.

Handwerkliches Geschick

Klar, in deinem Handwerksberuf ist handwerkliches Geschick im Umgang mit Werkzeugen und Geräten gefragt, aber auch ein technisches Verständnis. Beides bringst du im besten Fall schon mit in die Ausbildung und wirst dann immer besser in dem, was du täglich tust.

Umgang mit Zahlen

Bei Baustoffbedarfsermittlungen, Flächenberechnungen und dem Erstellen von Aufmaßen ist es unverzichtbar, dass du den Umgang mit Zahlen beherrschst – schließlich gehören sie zu deinen täglichen Routineaufgaben.

Organisationsfähigkeiten

Mit der Zeit wirst du immer besser darin, die Arbeitsabläufe zu planen und zu organisieren. Das ist auch wichtig, damit jeder Arbeitsauftrag sorgfältig nach Plan umgesetzt und pünktlich fertiggestellt werden kann.

Physikkenntnisse

Verschiedene Werkstoffe bergen verschiedene Eigenschaften. Kräfte und Hebelarten bringen unterschiedliche Wirkungen. Physik sollte dir in der Schule bereits Spaß bereitet haben, denn sie wird dich an deinen Arbeitsplatz begleiten.

Teamwork

Auf den meisten Baustellen arbeitest du nicht allein, sondern mit einem eingespielten Team. Gemeinsam sorgt ihr dafür, dass ihr Spaß an eurer Arbeit habt und könnt nach getaner Arbeit stolz darauf sein, was ihr gebaut und gestaltet habt.

Nach der Ausbildung: Deine Zukunftsperspektiven als Maurer*in

Hast du deine Ausbildung als Maurer*in abgeschlossen, kannst du bei überzeugender Leistung von deinem Ausbildungsbetrieb übernommen werden. Grundsätzlich kannst du aber mit deinem Wissen und Können in Maurer*innenbetrieben sowie Hochbauunternehmen, Sanierungs- und Modernisierungsunternehmen und im Fertighausbau einen Job finden – und das mit guten Chancen, denn das traditionelle Handwerk ist wieder voll im Kommen.

Durch Fortbildungen und Berufserfahrung kannst du auf der Karriereleiter weiter aufsteigen. Als Vorarbeiter*in koordinierst du das Team auf der Baustelle, als geprüfte*r Polier*in bist du verantwortlich für ganze Bauprojekte.

Es lockt noch eine weitere Herausforderung: Der Meister*innentitel. Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung kannst du dich zum*zur Maurer- und Betonmeister*in weiterbilden und damit später selbstständig eine Firma leiten. Du bist dann auch dazu in der Lage, selbst als Ausbilder*in dein Wissen an junge Menschen weiterzugeben und Verantwortung für die nächste Generation zu übernehmen.

Mit dem Besuch einer Fachschule eröffnest du dir weiterführende Berufsmöglichkeiten als Betriebswirt*in im Handwerk oder Technische*r Betriebswirt*in. Mit der Fachhochschulreife kannst du auch studieren und Ingenieur*in im Bauwesen, Architekt*in oder Innenarchitek*in werden.

All die Berufswege können interessante Zukunftsperspektiven nach deiner Ausbildung als Maurer*in für dich sein. Du allein entscheidest, was du aus deiner Leidenschaft für das Bauen machst.

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