Erlebe den Beruf Brunnenbauer*in (m/w/d) beim Verband: Das Deutsche Baugewerbe

Marcel und sein Kollege zeigen dir wie ein*e Brunnenbauer*in an das Grundwasser gelangt. Erlebe einen vielseitigen Beruf.
Startseite / Brunnenbauer*in (Das Deutsche Baugewerbe)

Brunnenbauer*in: Du gehst dem Wasser auf den Grund

Hast du eine Idee, was es mit Mammutpumpen, Spülgruben oder Bohrprofilen auf sich hat? Falls nicht, kein Problem: Denn wenn dich die Ausbildung als Brunnenbauer*in interessiert, bist du hier jetzt genau richtig. In unserem Video zeigen dir Marcel und seine Kollegen, wie vielseitig und wichtig dieser Beruf ist und was genau dich erwartet. Um an das wertvolle Grundwasser zu gelangen – zum Beispiel für neu zu bebauende Flächen – gibt es verschiedene Wege. Die richten sich u.a. nach der Beschaffenheit des Bodens, der Stärke verschiedener Gesteinsschichten und natürlich der Tiefe des Wasserspiegels. Dieser kann bei vier Metern liegen, aber auch bei hundert Metern. Um das passende Verfahren anzuwenden wirst du Proben entnehmen und analysieren. Nach dem Bohren und Pumpen gehört das Verlegen und Stabilisieren von Rohren und Filtern zu deinen Aufgaben. Du siehst: als Brunnenbauer*in brauchst du ein gewisses technisches Verständnis sowie die Bereitschaft, kräftig mit anzupacken. Nicht zu vergessen: Wenn genau das dein Ding ist, sagen wir: Wasser marsch und deinem beruflichen Durchbruch steht nichts mehr im Weg.

Das Deutsche Baugewerbe

Wir sind der größte und älteste Bauverband in Deutschland und versammeln unter unserem Dach handwerklich geprägte, inhabergeführte kleinere Unternehmer sowie große Mittelständler. Dabei repräsentieren wir das gesamte Spektrum des Baugewerbes vom klassischen Hochbau, über den Straßen- und Tiefbau bis hin zum Ausbau. Mit gut ausgebildeten Fachkräften meistern wir die Bauaufgaben von heute und von morgen. Wir, das sind über 800.000 Menschen mit einer gemeinsamen Leidenschaft - Wir bauen. Für die Menschen. Für die Zukunft.

Deine Aufgaben als Brunnenbauer*in

Als Brunnenbauer*in bist du Profi für Bodenproben, Brunnenbohrungen und die Herstellung von Brunnensystemen. Du sorgst dafür, dass gutes und sauberes Trinkwasser aus tiefen Erdschichten zu uns gelangen kann.

Boden untersuchen

Bevor du einen Brunnen baust, untersuchst du erst einmal den Baugrund und entnimmst in der Tiefe Bodenproben. So stellst du fest, wo überhaupt sauberes Trinkwasser gefördert werden kann und kennst die Beschaffenheit des Bodens, weil du jede Bodenschicht analysierst und in ein Verzeichnis einträgst.

Bohrungen durchführen

Mit modernen lasergelenkten Maschinen und computergestützten Bohrgeräten wendest du dann verschiedene Bohrverfahren an. Du hebst die Erde aus, verbaust Bohrschächte und Bohrgruben, damit keine Erde abrutscht und hältst sie mit Hilfe von Pumpen frei von Wasser.

Brunnensysteme bauen

Anschließend verbaust du sorgfältig nach Arbeitsauftrag verschiedenste Brunnensysteme. Dazu verlegst du die Rohrleitungen und baust Anlagen zur Wasserförderung und Wasseraufbereitung ein. Dabei überprüfst du immer wieder die Qualität deiner Arbeit und dokumentierst deine Ergebnisse.

Wie werde ich Brunnenbauer*in? Wichtige Ausbildungsinhalte und Job-Skills

Um die Ausbildung zum*zur Brunnenbauer*in zu beginnen, ist grundsätzlich kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Die meisten Ausbildungsbetriebe erwarten aber mindestens den Hauptschulabschluss.

Die gesamte Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre. In dieser Zeit lernst du sowohl in deinem Ausbildungsbetrieb als auch in der Berufsschule. Darüber hinaus gibt es überbetriebliche Ausbildungszeiten, die du in einem Ausbildungszentrum absolvierst. So erlernst du alle wichtigen Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten, die du für deine Arbeit als Brunnenbauer*in brauchst.

Im dritten Lehrjahr erwirbst du nach erfolgreicher Gesell*innenprüfung den Abschluss als Brunnenbauer*in.

Technisches und handwerkliches Geschick

Bei deiner Arbeit ist handwerkliches Geschick im Umgang mit verschiedenen Bohrmaschinen und Werkzeugen ebenso wie ein technisches Verständnis gefragt. Beides trainierst du als Brunnenbauer*in jeden Tag.

Stressmanagement

Termine, Absprachen und Fristen müssen eingehalten werden, weil oft bereits der nächste Auftrag auf dich wartet. Dabei kann es schon mal hektisch und stressig zugehen. Hier gilt es bei jeder Art von Problemen einen kühlen Kopf zu bewahren. Das fällt dir mit der Zeit immer leichter.

Teamwork

Einige Aufträge setzt du allein und eigenverantwortlich um. Auf den meisten Baustellen ist jedoch die Zusammenarbeit eines Teams aus Brunnenbauer*innen und anderen Gewerken des Tiefbaus erforderlich. Gemeinsam sorgt ihr für Spaß bei der Arbeit und könnt nach getaner Arbeit stolz auf das sein, was ihr gebaut habt.

Flexibilität

Du lernst, dich auf immer wieder neue Bauprojekte unter verschiedenen Arbeitsbedingungen mit unterschiedlichen Kollegen*innen einzustellen. Flexibilität ist eine gute Eigenschaft, die dir im Leben oft weiterhelfen kann.

Verantwortungsbewusstsein

Dein Team muss sich jederzeit auf dich und deine sorgfältige Arbeit verlassen können. Gemeinsam tragt ihr die Verantwortung für die Sicherheit, den Gesundheitsschutz und den Umweltschutz auf euren Baustellen.

Körperliche Fitness

Die Arbeit als Brunnenbauer*in ist durchaus körperlich anstrengend – und demzufolge gleichzeitig dein tägliches Fitnessprogramm. Gesundheitliche und körperliche Fitness sind daher wichtig, damit du lange Freude an deinem Job hast.

Nach der Ausbildung: Deine Zukunftsperspektiven als Brunnenbauer*in

Nach Abschluss deiner Ausbildung als Brunnenbauer*in kannst du grundsätzlich bei sämtlichen Brunnenbaufirmen des Baugewerbes sowie bei Wasserversorgungsunternehmen arbeiten.

Auf der Karriereleiter steigst du durch Berufserfahrung und Fortbildungen auf. Als Vorarbeiter*in koordinierst du das Team auf der Baustelle, als Werkpolier*in übernimmst du Verantwortung für Arbeitsgruppen in Baufirmen, als geprüfte*r Polier*in bist du verantwortlich für ganze Bauprojekte.

Es lockt noch eine weitere Herausforderung: der Meistertitel. Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung kannst du dich zum*zur Brunnenbauermeister*in weiterbilden und damit später selbständig eine Firma leiten. Du bist dann auch dazu in der Lage, selbst als Ausbilder*in dein Wissen an junge Menschen weiterzugeben und Verantwortung für die nächste Generation zu übernehmen.

Der Besuch einer Fachschule öffnet dir die Türen zu den Berufen Betriebswirt*in im Handwerk und zum*zur Technischen Betriebswirt*in. Möchtest du lieber Bauprojekte planen und steuern, könnte die Fortbildung zum/zur Bautechniker*in die richtige Berufsperspektive für dich sein. Mit einem Studium an der Fachhochschule kannst du Ingenieur*in im Bauwesen werden.

Du siehst, nach der Ausbildung musst du nicht dein Leben lang dasselbe machen – es gibt viele Möglichkeiten, dich beruflich weiterzuentwickeln und du entscheidest, was du aus deiner Bauleidenschaft machst.

Noch mehr Arbeitsplätze erleben!