Erlebe den Beruf Gerüstbauer*in bei der Bundesinnung für das Gerüstbauer-Handwerk.

Wir zeigen dir in unserem #kurzerklärt, wie du in der Ausbildung als Gerüstbauer*in über dich hinauswächst.
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Gerüstbauer*in: In diesem Job geht es ganz nach oben

Zugegeben, geschichtlich hat sich beim Bau viel getan. Seit der Mensch die ersten eigenen Hütten gebaut hat, ist in dem Bereich viel passiert und von bloßen Unterständen sind wir inzwischen bei riesigen Gebäuden angekommen.

Aber egal ob Hochhaus, mittelalterliches Schloss oder Pyramide, der Mensch hat sich beim Bau immer auf eines verlassen: das Gerüst. Und mit dem Gerüst kommen auch die Menschen, die spektakuläre Bauten nicht nur möglich, sondern auch sicher machen: Gerüstbauer*innen.

Immer wenn hoch gebaut werden soll – also eigentlich immer – sind Gerüstbauer*innen Teil der Truppe, denn sie legen den Grundstein für ein erfolgreiches Projekt. Sie entscheiden welche Art von Gerüst benötigt wird, montieren und sichern es und garantieren somit anderen Arbeiter*innen einen sicheren Platz für ihr Handwerk.

Dabei sind sie nicht nur handwerklich geschickt und können gut planen, sondern sind auch absolut schwindelfrei, denn bei diesem Beruf ist eines garantiert: egal ob Hochhausbau, Brücke oder Fassadenrenovierung, als Gerüstbauer*in kommst du auf jeden Fall ganz nach oben.

Bundesinnung für das Gerüstbauer-Handwerk

Die Bundesinnung für das Gerüstbauer-Handwerk ist die bundesweite Berufsorganisation und Interessensvertretung der Gerüstbaubranche. Zu den Mitgliedsunternehmen zählen insbesondere Gerüstbaubetriebe und Hersteller von Gerüstmaterialien. Integraler Bestandteil ihres Wirkens ist unter anderem die Lehrlingsausbildung zu regeln und zu überwachen sowie das handwerkliche Können der Meister und Gesellen zu fördern. Mitgliedsbetriebe, die Ausbildungsplätze anbieten, gibt es überall in Deutschland.

Arbeiten als Gerüstbauer*in: Deine Aufgaben in diesem Beruf

Als Gerüstbauer*in bist du von der Baustelle nicht wegzudenken. Du planst Baugerüste, die den einzigartigen Anforderungen des Projekts entsprechen, ebnest gegebenenfalls Untergründe, um die Arbeit sicher zu machen und montierst und sicherst das Gerüst am Bauwerk.

Planen

Dein erster Arbeitsschritt ist immer die Planung. Du machst dich mit dem Bauprojekt und den Gegebenheiten vor Ort vertraut und planst danach unter Beachtung von Raum und Tragfähigkeit, welche Gerüstteile zum Einsatz kommen sollen.

Bauen

Ein Gerüst besteht aus vielen verschiedenen Teilen, die du fachgerecht verbauen musst, damit zukünftig andere darauf arbeiten können. Das ist nicht nur sehr viel Verantwortung, sondern verlangt auch solides Wissen in der Metallverarbeitung und -montage.

Montieren und abbauen

Wenn das Gerüst auf die Baustelle kommt, müssen nicht nur die einzelnen Teile gut zusammenpassen, es muss auch sicher seiner Umwelt angepasst werden. Das heißt, der Untergrund muss eventuell bearbeitet oder geschützt werden und das Gerüst muss stabil am Bauwerk verankert werden, damit nichts passieren kann. Nach getaner Arbeit bist du auch dafür zuständig wieder alle Teile abzubauen und sie fachgerecht bis zum nächsten Einsatz zu lagern.

Wie werde ich Gerüstbauer*in? Die wichtigsten Ausbildungsinhalte und Job-Skills

Um die Ausbildung zum*zur Gerüstbauer*in zu beginnen, ist grundsätzlich kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Die meisten Ausbildungsbetriebe erwarten mindestens den Hauptschulabschluss, es gibt in diesem Bereich aber auch viele Gelegenheiten für Quereinsteiger*innen. Die gesamte Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre. In der Zeit lernst du dual, also sowohl in der Berufsschule als auch in deinem Ausbildungsbetrieb bzw. direkt auf der Baustelle.

Technisches und handwerkliches Geschick

Du musst bei der Arbeit als Gerüstbauer*in nicht nur mit deinen eigenen Händen ordentlich zupacken, sondern auch wissen, wie du eine ganze Reihe von Maschinen sicher bedienen kannst. In der Ausbildung lernst du dafür Grundlagen des Metallbaus zum Schneiden und Schweißen von Profilstahl.

Planung

Skizzen, Zeichnungen und Pläne sind fester Bestandteil deiner Arbeit. Nicht nur, dass sie dir wesentliche Informationen über das Bauprojekt liefern, sie helfen dir auch selbst bei der Planung. Du lernst in der Ausbildung wie du sie anfertigen und lesen kannst und welche Informationen sich dahinter verbergen.

Teamwork

Auf dem Bau ist man niemals allein. Gute Arbeit ist nur dann erfolgreich, wenn das Team gut und offen miteinander kommuniziert. Das ist im Gerüstbau genauso wahr wie in anderen Baugewerben. Wenn deine Kolleg*innen wissen, dass du immer zuverlässig bist, dann kannst du dich garantiert auch auf sie verlassen.

Flexibilität

Jede Baustelle ist anders. An einem Tag stehst du vor einem Einfamilienhaus und am nächsten Tag soll eine Kirche von innen renoviert werden und wieder am nächsten Tag bringt dich dein Job auf eine Baustelle an einer Brücke. Ob drinnen oder draußen, ob mitten in der Stadt oder irgendwo im Nirgendwo, je flexibler du bist, umso leichter wird dir die Arbeit fallen.

Verantwortungsbewusstsein

Als Gerüstbauer*in übernimmst du nicht nur Verantwortung für dich und dein Team, sondern auch für alle anderen Arbeiter*innen auf der Baustelle, die das Gerüst betreten. Neben Sicherheit liegt bei dir auch die Verantwortung für Gesundheits- und Umweltschutz.

Körperliche Fitness

Die Arbeit als Gerüstbauer*in ist körperlich anstrengend. Du solltest gut in Form sein und bei der Arbeit gut auf dich und deinen Körper achten, damit es nicht zu Verletzungen kommt. Absolute Bedingung für die Arbeit am und auf dem Gerüst ist natürlich, dass du absolut schwindelfrei bist.

Nach der Ausbildung: Deine Zukunftsperspektiven als Gerüstbauer*in

Nach abgeschlossener Ausbildung als Gerüstbauer*in kannst du grundsätzlich bei Gerüstbaufirmen, Brücken- und Tunnelbauunternehmen, Glas- und Fassadenreinigungsunternehmen oder in der Montage sowie beim Zelt- und Bühnenbau arbeiten.

Schon während, aber auch nach der Ausbildung kannst du diverse Weiterbildungen in Bereichen wie Gerüstbau, Baumaschinenführung, Bautechnik, Vermessung oder Arbeits- und Umweltschutz machen, um dich noch weiter zu qualifizieren.

Natürlich steht dir auch die Möglichkeit offen nach der Ausbildung eine Weiterbildung als Gerüstbaumeister*in zu machen und wenn es dich an die Uni ziehen sollte, wäre zum Beispiel ein Studiengang wie Bauingenieurwesen denkbar.

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