Erlebe den Beruf Finanzwirt*in bei der Finanzverwaltung NRW

Schau dir an wie die Auszubildenden die Grundlagen des Steuerrechts in der Landesfinanzschule lernen und ihr Wissen später in der Praxis in den verschiedenen Abteilungen eines Finanzamts anwenden können.
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Finanzwirt*in: Langweilige Steuern? Von wegen!

Eine wichtige Frage vorab: Magst du es, mit Zahlen umzugehen, dich in komplexe Themen einzuarbeiten und den Dingen auf den Grund zu gehen? Wenn du diese Frage mit ja beantworten kannst, bist du deiner beruflichen Zukunft vielleicht in diesem Augenblick schon ein großes Stück nähergekommen.

Du möchtest wissen, was dich in einer Ausbildung als Finanzwirt*in erwartet? Das zeigen wir dir gern im Video. Los geht’s mit den Grundlagen. Diese lernst du in einer der Landesfinanzschulen – und zwar in Form eines Internats. Dass dort neben dem Erwerb des umfassenden Fachwissens auch Sport- und Freizeitaktivitäten angeboten werden, versteht sich von selbst. Mit deinen Kenntnissen über Steuerarten, Recht, Buchführung, und Betriebsprüfungen geht es weiter in die Praxis.

Im Finanzamt warten bereits die vielseitigen Herausforderungen des echten Steuerlebens auf dich. Ob du später im Innen- oder Außendienst, der Lohnsteuerberatung oder bei der Steuerfahndung arbeitest – langweilig wird dir garantiert nicht.

Finanzverwaltung Nordrhein-Westfalen

Von wegen: Erbsenzähler, Paragraphenreiter, Däumchendreher - Vorteile statt Vorurteile! Mit uns wirst Du zum Steuerprofi! Wir bieten Dir ein 3-jähriges duales Studium oder eine 2-jährige Ausbildung bei der Finanzverwaltung NRW. Dabei sorgen wir dafür, dass Du am jeweiligen Campus unserer Bildungseinrichtung untergebracht und verpflegt wirst. Rund 1.300 € gibt es pro Monat, ab dem ersten Tag der Ausbildung. Außerdem stellen wir Dir ein Tablet zur Verfügung.

Die Arbeit als Finanzwirt*in: Aufgaben, denen du in diesem Beruf begegnest

Als Finanzwirt*in bist du als Teil der öffentlichen Finanz- und Steuerverwaltung für die Festsetzung, Erhebung und Verwaltung von Steuern zuständig. In den meisten Fällen arbeitest du in einem Finanzamt. Aber auch im Finanzministerium, im Landes- und Bundesrechnungshof, in den Oberfinanzdirektionen oder im Zolldienst wirst du gebraucht.

Info-Zentrale

Ein Arbeitsort kann die Info-Zentrale im Finanzamt sein. Dort bist du bei Fragen zu Steuerangelegenheiten und Anträgen für Bürger*innen und Unternehmen da, um sie zu beraten, ihnen die richtigen Formulare zu geben und später wieder entgegen zu nehmen.

Innendienst

Mit Hilfe von Computersoftware prüfst du die angegebenen Einkommens- und Vermögensverhältnisse in Steuererklärungen und ermittelst unter Anwendung der geltenden Steuergesetze die zu zahlenden Steuern. Anschließend erstellst du einen Steuerbescheid, versendest ihn und kümmerst dich um den Zahlungsverkehr.

Außendienst

Bist du als Lohnsteuer-Außenprüfer*in eingesetzt, prüfst du bei Unternehmen vor Ort die ordnungsgemäße Buchhaltung. Auch Steuerschuldner*innen bekommen Besuch von dir: Als Vollziehungsbeamter*in durchsuchst du (teilweise mit Unterstützung der Polizei) Wohn- und Geschäftsräume, um Wertgegenstände zu beschlagnahmen.

Wie wirst du Finanzwirt*in? Wichtige Ausbildungsinhalte und Job-Skills

Um die Beamtenausbildung zum/zur Finanzwirt*in zu beginnen, brauchst du mindestens den mittleren Schulabschluss (Realschulabschluss bzw. Mittlere Reife). Die Ausbildung dauert in der Regel zwei Jahre. In der Zeit lernst du dual, also sowohl theoretisch in der Landesfinanzschule als auch in der Praxis im Finanzamt.

Schon während der Ausbildung bist du Beamt*in auf Widerruf. Deshalb darfst du schon als Beamt*in auf Probe arbeiten. Nachdem du am Ende der Ausbildung die Laufbahnprüfung geschafft hast, bist du Finanzwirt*in im mittleren Dienst.

Finanz- und Steuerrecht

In der Ausbildung beschäftigst du dich u. a. mit handels- und steuerrechtlichen Themen, Gesetzen und Vorschriften, damit du diese bei deiner Arbeit in der Verwaltung kennst, anwenden kannst und dich immer über die aktuelle Rechtslage auf dem Laufenden halten kannst.

Entscheidungsfähigkeit

Nicht immer ist die Sachlage klar, nicht immer gibt es den einen richtigen Weg. Dann kommt ein wichtiger Skill ins Spiel: deine Fähigkeit, auch in schwierigen Situationen Entscheidungen zu fällen. Dabei gehst du überlegt vor und berücksichtigst mögliche Konsequenzen.

Verantwortungsbewusstsein

Als Finanzwirt*in trägst du Verantwortung für die Bürger*innen und ihre Daten, denn deine Entscheidungen können rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. Du lernst, nach bestem Wissen verantwortungsvoll, sorgfältig und gewissenhaft zu handeln.

Kommunikationsfähigkeit

Du kommunizierst sowohl schriftlich als auch mündlich mit Bürger*innen, Unternehmen und Kolleg*innen. Von leichter Sprache bis hin zu komplizierten Gesetzestexten hast du es mit den unterschiedlichsten Sprachniveaus zu tun. Daran solltest du Freude haben und dich verschiedenen Menschen gegenüber verständlich ausdrücken.

Organisationsfähigkeit

In der Ausbildung wirst du immer besser darin, deine Arbeitsabläufe in deinem Aufgabenbereich zu organisieren und den Überblick über deine Aufgaben und Akten zu behalten. Das hilft dir sicher auch im Privatleben.

Mathematik in neuer Dimension

Dein Mathewissen aus der Schule solltest du keinesfalls aus deinem Kopf streichen. Als Finanzwirt*in hast du es täglich mit der Prozentrechnung und Statistik zu tun und auch deine Fähigkeiten zum analytischen Denken kommen jetzt so richtig zum Einsatz.

Nach der Ausbildung: Deine Zukunftsperspektiven als Finanzwirt*in

Nach der Ausbildung kannst du direkt als Finanzwirt*in im mittleren Dienst durchstarten, denn als Beamter bzw. Beamtin ist dir die Übernahme und die Verbeamtung durch das Finanzamt sicher. Von nun an kannst du dich mit verschiedenen Lehrgängen weiterentwickeln und hältst dein Wissen zu den immer wieder neuen Gesetzesänderungen in regelmäßigen Fortbildungen auf dem Laufenden.

Auf der Karriereleiter könnte ein duales Studium beim Finanzamt dein nächster Schritt sein, um als Diplom-Finanzwirt*in den gehobenen Dienst zu erreichen und demzufolge auch mehr zu verdienen. Auch kannst du in die freie Wirtschaft wechseln und dort zum Beispiel in der Steuerabteilung eines größeren Unternehmens arbeiten, Wirtschaftsprüfer*in oder Steuerberater*in werden.

Du siehst, nach der Ausbildung musst du keinesfalls dein Leben lang denselben Job machen. Du entscheidest, was du aus deinem Interesse für Finanzen und Steuern machst.

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