Lerneinheit: Gründen Teil II


Inhalt der Lerneinheit

Willkommen zu unserer Online-Einheit Gründen! In dieser Einheit taucht ihr ab in die Welt der Start-Ups und erfahrt alles rund ums Thema Gründen. Neben Facts, Quiz-, Rate- und Wissensfragen erzählen euch die Gründer*innen Petra van Laak, Fabian Görres und Jörn Gutowski von ihren Ideen, ihrem Weg zum eigenen Start-Up und wie es ist, sein eigenes Unternehmen zu führen.

 


Da dies bereits der 2. Teil der Gründerstunde Online ist, solltet ihr unbedingt Teil I vorher gemacht haben. 

Während ihr in Teil I bereits erfahren habt, inwiefern sich ein Start-Up von einer Bäckerei unterscheidet und ihr drei Berliner Unternehmen kennengelernt habt, bekommt ihr in diesem Teil einen Einblick in deren Arbeitsalltag und in verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten für junge Unternehmen. Außerdem erfahrt ihr, wer die Jeans erfunden hat und was das Business Model Canvas ist. Viel Spaß!


Was hat ein gewisser Levi Strauss mit der Thematik dieser Lerneinheit gemeinsam?

Levi Strauss war gerade mal 18 Jahre alt, als er von Deutschland nach Amerika auswanderte. Dort war man im Goldfieber. Strauss wollte aber nicht nach Gold graben, sondern den Goldgräbern Segeltuch für ihre Zelte verkaufen. Schon keine schlechte Idee – es sollte jedoch ganz anders kommen. Denn bald fand er heraus, dass die Goldgräber bei ihrer harten Arbeit strapazierfähige Hosen benötigten.  Als Großhändler vertrieb er auch so genannte Duck Pants aus Baumwoll-Segeltuch, die wegen fehlender Rentabilität aus dem Sortiment genommen wurden. Die Nähte der Hosentaschen waren nicht robust genug, da die Goldgräber ihre Hosentaschen mit allerhand Material aus den Minen vollstopften. Im Dezember 1870 tat er sich dann mit dem Schneider Jacob Davis zusammen. Sie schneiderten aus Strauss’ Stoff fast unzerreißbare Hosen und verstärkten die Ecken der Hosentaschen mit Nieten von Pferdegeschirr. Die Jeans war geboren!

Was Levi Strauss getan hat, ist typisch für Unternehmerinnen und Unternehmer, die ein Start-Up gründen. Sie erkennen ein Problem und machen aus der Lösung eine Geschäftsidee. Das bezeichnet man als Gründer*innengeist.


Ob bei unseren drei Gründer*innen zuerst dieser Gründer*innengeist oder zuerst die Idee da war, erfahrt ihr hier:

 

Wie man also sieht, kommt man auf ganz unterschiedlichen Wegen zum Start-Up. Während Fabian immer die Ideen zuerst kamen, bestand bei Jörn zuerst der Wunsch nach einer eigenen Firma, der dann erst mit einer richtigen Geschäftsidee in die Tat umgesetzt werden konnte. Für Petra wiederum griff beides ineinander.


Ob sich eine Idee gut für ein Start-Up eignet, sollte man genau prüfen. Dazu kann man zum Beispiel diese 10 Schritte für eine erfolgreiche Start-Up-Idee durchgehen:

Schritt 1: Ziel definieren

Schritt 2: Stärken und Leidenschaften finden

Schritt 3: Kreativ sein

Schritt 4: Analysiere deine Umwelt

Schritt 5: Frage nach Problemen

Schritt 6: Schreibe deine Ideen auf

Schritt 7: Hole dir ehrliches Feedback ein

Schritt 8: Know-how vorhanden?

Schritt 9: Marketing nicht vergessen!

Schritt 10: Denke ans Geschäftsmodell


Um die wichtigsten Schlüsselfaktoren eines Geschäftsmodells im Überblick zu behalten, kann übrigens das Business Model Canvas genutzt werden.

Du kannst es dir unten anschauen und vielleicht schwebt dir ja sogar eine Geschäftsidee im Kopf herum, für die du mal überlegen könntest, wie man das Business Model Canvas ausfüllen könnte.

Business Model Canvas


Quizfrage 1/8

Find the odd words out! Welche Kategorien ist NICHT Teil des Business Model Canvas?

Quizfrage 1/8

Find the odd words out! Welche Kategorien ist NICHT Teil des Business Model Canvas?

Quizfrage 1/1

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Jetzt erzählen euch unsere Gründer*innen erst mal, wie ihr Arbeitsalltag so aussieht:

 

Wie man merkt, sind die Arbeitsweisen bei Gründer*innen durchaus unterschiedlich, je nach Produkt und Teamzusammensetzung. Was bei allen dabei gleich ist, sind die flexiblen Arbeitszeiten, die aber auch dazu führen können, dass man mal mehr arbeitet als bei einer festen Anstellung.


Quizfrage 1/8

Im untenstehenden Lückentext werden einige Aspekte beleuchtet. Versuche die Lücken korrekt zu füllen.

Der Arbeitsalltag im Start-Up unterscheidet sich meist deutlich von dem im Konzern. Dabei haben beide Modelle ihre Vor- und Nachteile. Wer sich zwischen einer Stelle in einem jungen Unternehmen und einer etablierten Firma entscheiden kann, der sollte sich darüber klar werden, mit welchen Arbeitsweisen er bzw. sie besser zurechtkommt.

Flexibilität vs. Struktur

So abwechslungsreich und spannend die Flexibilität eines Start-Ups sein kann, so sehr kann sie auch zu Verunsicherung führen. Denn: Haben sich bestimmte Vorgehensweisen als nicht erfolgsversprechend erwiesen, werden sie wieder verworfen. Die Qualität, auf Veränderungen schnell und flexibel reagieren zu können, wird als Agilität bezeichnet. Besonders Berufseinsteigende bekommen dadurch die Möglichkeit, in kurzer Zeit viele unterschiedliche Erfahrungen zu sammeln und sich auszuprobieren. Insbesondere in kleinen Teams haben die Mitarbeitenden oftmals das Gefühl, durch ihre Arbeit einen Anteil am Fortschritt und Erfolg des Unternehmens zu haben. Damit geht zwar ein hohes Maß an Freiheit einher, was jedoch auch verunsichern kann. Der Konzern hingegen kann diese Unsicherheit durch Planungssicherheit, klare Strukturen, Prozesse und Zuständigkeiten abfedern und gerade Neulingen mehr Zeit geben, sich erstmal in neue Bereiche einzuarbeiten.


Quizfrage 1/8

Die Sache mit dem Geld…

Im Start-Up kommt oftmals auch eine finanzielle Unsicherheit hinzu. Viele junge Unternehmen sind auf externe Investor*innen angewiesen. Deshalb müssen sie entweder Umsätze in einer gewissen Höhe generieren oder sich um die Folgefinanzierung kümmern. Schaffen sie das nicht, stehen schnell Arbeitsplätze auf dem Spiel. Im Vergleich zu einem großen Unternehmen, vergeben Start-Ups selten unbefristete Verträge. Deshalb sind häufige Jobwechsel und Kurzzeitverträge in dieser Branche keine Seltenheit. Wer risikoscheu ist oder möglicherweise eine Familie ernähren muss, der kann in vielen Konzernen mehr Sicherheit und einen doppelten Boden erwarten.


Quizfrage 1/8

Heterarchie vs. Hierarchie

Grundsätzlich herrschen in Start-Ups flache Hierarchien. Neben einem lockeren Umgang untereinander wird jedem Mitarbeitenden hohes Vertrauen ausgesprochen. Auch flexible Arbeitszeiten und Homeoffice sind dort gängig. Schon im Bewerbungsgespräch versuchen Start-Ups herauszufinden, ob Mitarbeitende zu dieser Kultur und in das bereits bestehende Team passen. Im Konzern hingegen warten meist Vorgesetzte und bestens organisierte Personalabteilungen, die Neulinge nicht nur einführen, sondern zukünftig auch Ansprechpartner bei allen Fragen rund um die Arbeit und bestimmte Abläufe sind.


Quizfrage 1/1

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Gründen hat viele gute Seiten, bietet aber auch Herausforderungen – von diesen Vor- und Nachteilen erzählen euch hier unsere Gründer*innen:

 

Wie ihr soeben gehört habt, gibt es viele Vor- und Nachteile, sein eigenes Unternehmen zu führen sowie Herausforderungen und Stolpersteine, die es zu überwinden gilt. Auf der einen Seite ist es schön, seinen Tag selbst strukturieren zu können, auf der anderen Seite ist da die Sache mit dem Geld…

Drei gängige Finanzierungsmöglichkeiten für Start-Ups sind Seed-Capital, Venture-Capital und Business-Angels. Jetzt seid ihr gefragt! Nutze die folgende Webseite und recherchiere kurz, was man unter den drei Begriffen versteht.

https://www.gruenderszene.de/lexikon

Fertig? Dann solltet ihr nun im Stande sein, den folgenden kurzen Lückentext auszufüllen.


Quizfrage 1/8

Das Venture-Capital bezeichnet ein Investment, das unter Verlustrisiko zur Finanzierung eines jungen Unternehmens eingesetzt wird.

Ein Business-Angel ist ein erfahrener Unternehmer oder eine erfahrene Unternehmerin, der*die angehende Entrepreneur*innen mit finanziellen Mitteln und Praxiserfahrungen unterstützt.

Als Seed-Finanzierung wird die frühe Investition in ein Startup bezeichnet.


Quizfrage 1/1

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Na, rauchen euch die Köpfe? Ihr habt nun auch Teil II geschafft – Herzlichen Glückwunsch!

Ihr wisst jetzt nicht nur, was ein Start-Up ist, sondern auch was dessen Vor- und Nachteile sind, sowie welche Finanzierungsmöglichkeiten es dafür gibt. Außerdem habt ihr einen Einblick in den Arbeitsalltag dreier Gründer*innen bekommen.

Im letzten Teil unserer Online-Einheit Gründen erfahrt ihr, welche Fähigkeiten und Kompetenzen es fürs Gründen braucht und wie viel Gründergeist in euch steckt. Und dann geben euch Petra, Fabian und Jörn noch wertvolle Tipps für die Berufswahl. Von wem, wenn nicht von den Profis lernen…?

Seid gespannt!


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Herzlichen Glückwunsch! Du hast die Lerneinheit erfolgreich beendet.

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