Erlebe den Beruf Stuckateur*in (m/w/d) beim Verband: Das Deutsche Baugewerbe

Begleite Jona, Valentin und Theo auf die Baustelle und lass dir einen typischen Arbeitstag zeigen.
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Stuckateur*in: Du verwandelst Bauten in Hingucker

Was genau machen Stuckateur*innen? Das haben wir uns auch gefragt und gelernt: Sie machen alte und neue Bauwerke um ein Vielfaches schöner. Doch von Anfang an: In der Ausbildung als Stuckateur*in hast du unterschiedliche Einsatz- und Arbeitsbereiche. Welche das sind, zeigen dir Jona, Valentin und Theo in unserem Video. Wichtige Vorbereitungen wie das Erstellen von Ornamenten oder das Zuschneiden von Stuckleisten erledigst du in der Werkstatt. Dabei lernst du rasch, wie du Gips und andere Werkstoffe in die passende Form bringst. Weiter geht es zur Baustelle, denn dort sind deine Fähigkeiten im Gestalten, Montieren, Spachteln, Schleifen, Verputzen und Verfugen gefragt. Ob du später historische Stuckornamente und -profile in Altbauten zu neuem Leben erweckst, Fassaden gestaltest oder dein Können im modernen Innenausbau insbesondere dem Trockenbau unter Beweis stellst – schon während deiner Ausbildung als Stuckateur*in siehst du nach jedem Arbeitstag, was du geschafft und erschaffen hast. Außerdem ist dir, auch ohne auf den Putz zu hauen, die Bewunderung deiner Werke sicher.

Das Deutsche Baugewerbe

Wir sind der größte und älteste Bauverband in Deutschland und versammeln unter unserem Dach handwerklich geprägte, inhabergeführte kleinere Unternehmer sowie große Mittelständler. Dabei repräsentieren wir das gesamte Spektrum des Baugewerbes vom klassischen Hochbau, über den Straßen- und Tiefbau bis hin zum Ausbau. Mit gut ausgebildeten Fachkräften meistern wir die Bauaufgaben von heute und von morgen. Wir, das sind über 800.000 Menschen mit einer gemeinsamen Leidenschaft - Wir bauen. Für die Menschen. Für die Zukunft.

Deine Aufgaben als Stuckateur*in

Als Stuckateur*in bearbeitest du mit Hilfe traditioneller und moderner Technik Innenwände und Decken, Fußböden und komplette Fassaden von Gebäuden. Durch deine handwerklichen und gestalterischen Fähigkeiten gibst du Räumen und Gebäuden eine unverwechselbare Note. Dabei ist besondere Sorgfalt und Qualität gefragt: Denn was du schaffst, ist nachher für alle sichtbar.

Oberflächen verputzen

Du stellst Putze für unterschiedliche Anwendungszwecke her und beschichtest mit klassischen und modernen Putztechniken verschiedene Oberflächen, wie z.B. Wände, Decken und Fassaden.

Stuckprofile erstellen

Das Anfertigen einer Schablone ist der erste Schritt. Danach stellst du Stuckleisten oder –ornamente z.B. in der Werkstatt her und setzt diese später auf der Baustelle ein. Bereits bestehende Stuckprofile in alten Gebäuden restaurierst du direkt vor Ort.

Trockenbauwände einziehen

Dazu stellt du ein Ständerwerk aus Metall, bringst Gipskartonplatten an und kümmerst dich um Wärme- und Schallschutz. Steht die Trockenbaukonstruktion, bereitest du die Oberflächen für die weitere Bearbeitung vor.

Wie werde ich Stuckateurin? Wichtige Ausbildungsinhalte und Job-Skills

Grundsätzlich brauchst du keinen bestimmten Schulabschluss, um die Ausbildung als Stuckateur*in zu beginnen. Die meisten Ausbildungsbetriebe erwarten aber mindestens den Hauptschulabschluss.

Die gesamte Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre. In dieser Zeit lernst du sowohl in der Berufsschule als auch in deinem Ausbildungsbetrieb. Darüber hinaus gibt es überbetriebliche Ausbildungszeiten, die du in einem Ausbildungszentrum absolvierst. So erlernst du alle wichtigen Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten, die du für deine Arbeit als Stuckateur*in brauchst.

Im dritten Lehrjahr erwirbst du nach erfolgreicher Gesell*innenprüfung den Abschluss als Stuckateur*in.

Expert*innenwissen

Als Stuckateur*in beherrschst du das gesamte Leistungsspektrum der Herstellung und Sanierung von Innen- und Außenputz sowie nahezu alle Tätigkeiten des traditionellen und modernen Innenausbaus, insbesondere des Trockenbaus.

Handwerkliches Geschick

Klar, in deinem Handwerksberuf ist handwerkliches Geschick im Umgang mit Werkzeugen und Geräten gefragt, aber auch ein technisches Verständnis. Beides bringst du im besten Fall schon mit in die Ausbildung und wirst dann immer besser in dem was du täglich tust.

Teamwork

Auf den meisten Baustellen arbeitest du nicht allein, sondern mit einem eingespielten Team. Gemeinsam sorgt ihr dafür, dass ihr Spaß an eurer Arbeit habt und könnt nach getaner Arbeit stolz darauf sein, was ihr gebaut und gestaltet habt.

Organisationsfähigkeiten

Mit der Zeit wirst du immer besser darin, die Arbeitsabläufe zu planen und zu organisieren. Das ist auch wichtig, damit jeder Arbeitsauftrag sorgfältig nach Plan umgesetzt und pünktlich fertiggestellt werden kann.

Kreativität

Das Schöne an diesem Beruf ist, dass du nicht nur handwerklich arbeitest, sondern auch kreativ bist. Beim Gestalten von Gebäuden vertrauen Auftraggeber*innen oft deinen Ideen zur Umsetzung. So kannst du für Wow-Effekte sorgen.

Fitness

Wie du dir vorstellen kannst, ist die Arbeit als Stuckateur*in durchaus körperlich anstrengend – und demzufolge gleichzeitig dein tägliches Fitnessprogramm. Gesundheitliche und körperliche Fitness sind daher wichtig, damit du Freude an deinem Job hast. Auch schwindelfrei solltest du sein, wenn es beim Bauen hoch hinaus geht.

Nach der Ausbildung: Deine Zukunftsperspektiven als Stuckateur*in

Hast du deine Ausbildung als Stuckateur*in abgeschlossen, kannst du bei überzeugender Leistung von deinem Ausbildungsbetrieb übernommen werden. Grundsätzlich kannst du aber mit deinem Wissen und Können in Stuckateurbetrieben sowie Unternehmen der Wohnungswirtschaft, im Baustoffhandel oder in Ausbaufachfirmen einen Job finden – und das mit guten Chancen, denn das traditionelle Handwerk ist wieder voll im Kommen.

Durch Fortbildungen und Berufserfahrung kannst du auf der Karriereleiter weiter aufsteigen. Als Vorarbeiter*in koordinierst du das Team auf der Baustelle, als geprüfte*r Polier*in bist du verantwortlich für ganze Bauprojekte.

Es lockt noch eine weitere Herausforderung: der Meister*innentitel. Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung kannst du dich zum*zur Stuckateurmeister*in weiterbilden und damit später selbständig eine Firma leiten. Du bist dann auch dazu in der Lage, selbst als Ausbilder*in dein Wissen an junge Menschen weiterzugeben und Verantwortung für die nächste Generation zu übernehmen.

Mit dem Besuch einer Fachschule eröffnest du dir weiterführende Berufsmöglichkeiten als Gestalter*in im Handwerk, Betriebswirt*in im Handwerk, Technische*r Betriebswirt*in oder Restaurator*in im Stuckateurhandwerk. Mit der Fachhochschulreife kannst du auch studieren und Ingenieur*in im Bauwesen, Architekt*in oder Innenarchitek*in werden.

All die Berufswege können interessante Zukunftsperspektiven nach deiner Ausbildung als Stuckateur*in für dich sein. Du allein entscheidest, was du aus deiner Leidenschaft für das Bauen und Gestalten machst.

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