Erlebe den Beruf Pharmakant*in bei Berlin-Chemie

Wie aus verschiedensten Inhaltsstoffen am Ende Kapseln, Dragees, Zäpfchen, Tabletten, Tropfen und Säfte entstehen, die Menschen heilen sollen, erfährst du in unserem #kurzerklärt.
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Pharmakant*in: Verantwortlich für Kapseln, Dragees, Zäpfchen, Tabletten, Tropfen, ...

Kannst du dich an deinen letzten Besuch in der Apotheke erinnern? Im besten Fall ist er natürlich so lang her, dass du die gut gefüllten Regale und die schier unendliche Auswahl an Medikamenten nur noch ganz schwammig in Erinnerung hast. Hast du dich je gefragt, wo diese Kapseln, Dragees, Zäpfchen, Tabletten, Tropfen und Säfte hergestellt werden? Und vor allem, von wem?

Dann halt dich fest, hier die Antwort: Es sind Pharmakant*innen. An großen Maschinen und Anlagen mischen sie die richtigen Inhaltsstoffe zusammen und bringen sie dann mit nicht weniger großen Maschinen und Anlagen in die schlussendlich richtige Form.

Klare Sache: hier geht nichts mit Augenmaß. Jede Entscheidung kann weitreichende Konsequenzen haben, schließlich ist das, was Pharmakant*innen herstellen, unabdingbar für die Gesundheit eines Menschen. Deshalb gilt in jedem Arbeitsschritt die höchstmögliche Präzisions- und Hygienestufe!

BERLIN-CHEMIE

BERLIN-CHEMIE entwickelt, produziert und vertreibt pharmazeutische Produkte. In den modernen Produktionsstandorten in Berlin-Adlershof und Berlin-Britz werden feste Arzneiformen, Liquida und Suppositorien gefertigt. Zu unseren wichtigsten Indikationsgebieten gehören die Bereiche Kardiologie, Atemwegserkrankungen, Diabetes, Gicht sowie die Onkologie. Wir sind ein weltoffenes und internationales Unternehmen, in dem Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus über 70 Nationen tätig sind.

Die Arbeit als Pharmakant*in: Aufgaben, denen du in diesem Beruf begegnest

Als Pharmakant*in ist es deine Aufgabe, Arzneimittel in verschiedensten Darreichungsformen herzustellen, die dafür nötigen Anlagen und Maschinen warten zu können und die Verpackung der Arzneimittel zu überwachen: Alles unter Einhaltung besonderer hygienischer Vorschriften.

Produktion

Du hast den Überblick über die Inhaltsstoffe und die Mengenangaben. Zucker, Stärke, Fette, Öle und Wasser sorgen zum Beispiel für einen besseren Geschmack und verlängern die Haltbarkeit – heilen aber nicht. Du weißt deshalb, worauf es später bei der Bedienung der Anlagen ankommt.

Stetige Kontrolle

Nicht nur am Ende der Produktionskette führst du eine Qualitätskontrolle durch: schon lange vor der Produktion hast du an Prüfstationen überprüft, ob die Wirkstoffe den international verbindlichen Richtlinien der pharmazeutischen Herstellungspraxis und dem Arzneimittelgesetz entsprechen.

Verpacken

Unverpackte Arzneimittel gelten nur als Halbfabrikate. Und genauso wie bei ihrer inhaltlichen Zusammensetzung, gelten auch bei der Verpackung von Arzneimitteln besondere EU-Richtlinien. Diese beachtest du und wendest sie bei Tuben, Gläsern, Dosen und Folien an.

Wie werde ich Pharmakant*in? Wichtige Ausbildungsinhalte und Job-Skills

Die Ausbildung für Pharmakant*innen dauert in der Regel 3,5 Jahre und findet sowohl in der Berufsschule als auch im Betrieb statt. Rechtlich gesehen ist kein bestimmter Schulabschluss für den Zugang zur Ausbildung vorgesehen, mehr als die Hälfte aller Auszubildenden bringt allerdings eine Hochschulreife mit aufs Ausbildungs-Parkett.

Einheiten und Zahlen

Chemie, Physik und Mathematik werden dir in deinem Berufsalltag und in der Berufsschule immer wieder begegnen und sind mitunter deine wichtigsten Werkzeuge. Deshalb solltest du sie auf jeden Fall beherrschen und gewillt sein, deine Skills in Praxis und Theorie weiter auszubauen.

Präzision und Konzentration

Dein Beruf erfordert Konzentration und Präzision von dir, schließlich soll alles, was du tust, am Ende einen Zweck erfüllen: kranke Menschen zu heilen. Die Herstellung von Arzneimitteln an großen Anlagen verlangt dir deshalb besondere Sorgfalt ab.

Produktkenntnis

Du erhältst einen fundierten Einblick in Inhaltsstoffe wie Heilstoffe, Wirkstoffverstärker, Farbstoffe, Fette und Geschmacksträger. Erst in ihrer Zusammensetzung ergeben sie das perfekte Arzneimittel. Deshalb lernst du in deiner Ausbildung all ihre Eigenschaften, sowie Vor- und Nachteile kennen.

Verantwortungsbewusstsein und Richtlinienkompetenz

Du hast es sicher schon mehrmals rauslesen können: Arzneimittel unterliegen in Europa (zum Glück) sehr strengen Richtlinien. Alles ist irgendwo geregelt, zugelassen, eingeschränkt zugelassen oder untersagt. In deiner Ausbildung lernst du, wann was der Fall ist.

Auge-Hand-Koordination

Hin und wieder wird von Pharmakant*innen noch richtig Hand angelegt. Beim Umgang mit Mörsern oder beim Dosieren von Lösungen ist es deshalb von immensem Vorteil, wenn du die gewisse Feinmotorik dafür mitbringst.

Technisches Verständnis

Den größten Teil deiner Arbeit erledigst du an großen Maschinen und Anlagen. In der Ausbildung lernst du nicht nur ihre genaueste Bedienung, sondern auch, sie im Zweifel reparieren und warten zu können.

Nach der Ausbildung: Deine Zukunftsperspektiven als Pharmakant*in

Nach erfolgreicher Abschlussprüfung kannst du von deinem Ausbildungsbetrieb übernommen werden. Grundsätzlich werden dein Wissen und Können als Pharmakant*in ständig gefragt werden, sprich, solange es Menschen gibt, die Arzneimittel benötigen.

Empfehlenswert ist es immer, dich mit Fortbildungen auf dem aktuellen Stand der Dinge zu halten. Aber auch durch Fachspezialisierungen kannst du deinen Wert für deinen Betrieb steigern. Das Spektrum umfasst hier locker mal Mess-, Steuerungs- und Regeltechnik und erlaubt dir, in diesen Gefilden ein echter Profi zu werden.

Ein*e Industriemeister*in wäre dann ein weiterer großer Schritt auf der Karriereleiter und ist geeignet für all jene, die Lust auf mehr Verantwortung und eine Führungsposition haben.

Und wenn der Hunger nach mehr noch nicht gestillt ist, solltest du dringend über ein Studium der Pharmazie im Anschluss nachdenken. Das heißt nicht nur mehr Wissen, mehr Verantwortung und neue Aufgabenbereiche, sondern selbstverständlich mehr Gehalt. Klingt super, oder?

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