Erlebe deinen ersten Tag als Pflegehelfer/-in im Nachbarschaftsheim Schöneberg

Gertje zeigt dir einige der Aufgaben als Pflegehelfer/-in und wie abwechslungsreich und bereichernd ihr Arbeitstag im Nachbarschaftsheim Schöneberg ist.
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Pflegehelfer/-in: Du bist für andere da – in (fast) allen Situationen

Bestimmt warst du schon einmal richtig krank – mit Fieber und Schmerzen, sodass du kaum aufstehen konntest. Wie schön ist es dann, jemanden zu haben, der dir etwas zu Essen kocht, dir Medikamente besorgt und für dich aufräumt – kurzum – jemanden, der sich liebevoll um dich kümmert?

Ist es für dich umgekehrt aber mindestens genau so schön, wenn du anderen Menschen hilfst? Oder hast du sogar schon darüber nachgedacht, wie es wäre, auch im Beruf für andere da zu sein? Wenn ja, dann ist eine Ausbildung als Pflegehelfer/-in vielleicht genau das Passende für dich. In unserem Video zeigt dir Gertje, wie abwechslungsreich und bereichernd ihr Arbeitstag im Nachbarschaftsheim Schöneberg ist. Von der Grundpflege über die Unterstützung im Haushalt bis zu Einkäufen – als Pflegehelfer/in bist du eine enge Vertrauensperson und für vieles zuständig. Doch das Wichtigste, das du mitbringen solltest, ist die Freude am Umgang mit Menschen in verschiedenen Lebenssituationen und eine große Portion Einfühlungsvermögen. Dann kannst du sicher sein, dass du einen erfüllenden Beruf hast, der auch in der Zukunft gefragt sein wird.

Dieses Video wurde ermöglicht durch:

Das Projekt „Neustart Pflege – Berufliche Orientierung und Weiterbildung für die Berufsbilder Pflege, Betreuung, Hauswirtschaft und Handwerk“ wird gefördert aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales im Rahmen der Bezirklichen Bündnisse für Wirtschaft und Arbeit.

Nachbarschaftsheim Schöneberg Pflegerische Dienste gGmbH

Das Nachbarschaftsheim Schöneberg ist ein großer, vielseitiger, sich stetig weiterentwickelnder sozialer Arbeitgeber im Berliner Südwesten. Der erfahrene Träger sozial-kultureller Arbeit vereint mehr als 80 Projekte und Einrichtungen in der Kinder-, Jugend- und Familienarbeit, in der Pflege und als Stadtteilzentrum. Das Spektrum reicht vom Geburtsvorbereitungskurs bis hin zum Hospiz und bietet so vielfache Arbeitsmöglichkeiten.

Deine Aufgaben als Pflegehelfer/-in

Als Pflegehelferin oder Pflegehelfer unterstützt, betreust oder pflegst du Menschen, die aufgrund einer Behinderung, Erkrankung oder ihres Alters auf Hilfe angewiesen sind. Dabei arbeitest du meist in der häuslichen Umgebung deiner PatientInnen und wirst zu einem wichtigen Teil ihres Lebens.

Im Alltag helfen

Wenn Menschen ihren Alltag nicht (mehr) allein meistern können, bist du für sie da, hilfst ihnen z.B. im Haushalt, bei der Nahrungsaufnahme und übst leichte Pflegetätigkeiten aus, so dass sie in ihrer vertrauten häuslichen Umgebung bleiben können. Dabei arbeitest du in enger Absprache mit Familienangehörigen, Ärzten und Ärztinnen oder Pflegefachkräften.

Bei Tätigkeiten außer Haus assistieren

Du begleitest hilfsbedürftige Menschen zum Arzt  bzw. zur Ärztin, bei Spaziergängen, beim Einkaufen und bei Behördengängen. Aufgaben, die sie nicht selbst erledigen können, übernimmst du für sie. Du bist ihr Ansprechpartner/-in und Assistent/-in für Belange aller Art. Das macht deinen Berufsalltag so abwechslungsreich.

Gesellschaft leisten

Auch bist du für hilfs- und pflegebedürftige Menschen da, damit sie nicht vereinsamen und immer etwas zu tun haben. Du richtest beispielsweise das gemeinsame Frühstück aus und leistest ihnen Gesellschaft. Du spielst mit ihnen, bastelst und hast stets ein offenes Ohr für ihre Geschichten, die oftmals unglaublich spannend sind.

Wie werde ich Pflegehelfer/-in? Wichtige Ausbildungsinhalte und Job-Skills

Um die Ausbildung zum/zur Gesundheits- und Krankenpflegehelfer/-in zu beginnen, solltest du bereits erste Erfahrungen im Pflegebereich mitbringen, zum Beispiel durch ein Freiwilliges Soziales Jahr oder ein Praktikum. Auch ein ärztliches Attest über deine gesundheitliche Eignung und ein Führungszeugnis sind erforderlich.

Die Ausbildung dauert 1-2 Jahre. In der Zeit lernst du in einer Schule des Gesundheitswesens aber auch in Praktika in Krankenhäusern, Kliniken, Fachpraxen oder Gesundheitszentren, wo du ÄrztInnen und PflegerInnen begleitest.

Fachkenntnisse

In der Schule stehen Fachkenntnisse zur Alten- und Gesundheitspflege, in Sozialarbeit und Sozialpädagogik sowie medizinische Grundkenntnisse auf dem Lehrplan. Du lernst, wie du hilfsbedürftigen Menschen in verschiedenen Situationen helfen kannst, welche Krankheitsbilder es speziell im Alter gibt, welche Medikamente sie behandeln können und wie diese eingesetzt werden und vieles mehr.

Körperliche und psychische Belastbarkeit

Als Pflegehelfer/-in musst du körperlich belastbar sein, denn oftmals bist nur du vor Ort, um Menschen z. B. zu helfen, aus dem Bett aufzustehen oder sich in den Rollstuhl zu setzen. Gerade wenn du ältere oder kranke Menschen beim Sterben begleitest, musst du auch lernen, mit seelischen Belastungen umzugehen.

Soziale Fähigkeiten

In deinem sozialen Beruf hast du natürlich jede Menge Gelegenheiten, deine Sozialkompetenzen zu trainieren. Einfühlsame Gespräche mit BewohnerInnen und Angehörigen fordern dich immer wieder neu heraus. Verantwortungsbewusstsein ist in diesem Beruf ebenso notwendig wie die Fähigkeit, die Balance zwischen Mitgefühl und professioneller Distanz zu halten.

Kreativität

Bei der Freizeitgestaltung deiner Schützlinge kannst du deine Kreativität ausleben und sie immer wieder mit neuen Ideen begeistern. Dabei steigerst du dein kreatives Denkvermögen, was dich in allen Lebenslagen weiterbringt.

Flexibilität

Bei deiner Arbeit als Pflegehelfer/-in lernst du, dich flexibel auf verschiedene Menschen und Situationen einzustellen. Auch hinsichtlich der Arbeitszeit musst du flexibel sein, da die Pflege hilfsbedürftiger Menschen oftmals einen Schichtdienst erfordert.

Beobachten und dokumentieren

Um die Angehörigen und ÄrztInnen der hilfsbedürftigen Menschen jederzeit umfassend über den Zustand der PatientInnen informieren zu können, ist eine gute Beobachtungsgabe erforderlich. Dafür dokumentierst du Gesundheitswerte und Auffälligkeiten sorgfältig.

Nach der Ausbildung: Deine Zukunftsperspektiven als Pflegehelfer/-in

Willst du noch tiefer in die Themengebiete deines Ausbildungsberufes eintauchen möchtest, dann kannst du dich mit entsprechenden Lehrgängen z. B. in den Bereichen Palliativpflege, Altenpflege, Kinderpflege, Krankenpflege spezialisieren.

Wenn du bereits mehrere Jahre Berufserfahrung als Pflegehelfer/-in gesammelt hast, kannst du verschiedene Ausbildungen im Pflegebereich absolvieren, ggf. in verkürzter Form, z. B. als AltenpflegehelferIn oder als AltenpflegerIn. Darüber hinaus besteht für Pflegehelfer/-innen mit mehrjähriger Berufserfahrung auch ohne Berufsabschluss die Möglichkeit, z. B. zu einer Weiterbildung als FachwirtIn für die Alten- und Krankenpflege oder als FachaltenpflegerIn zugelassen zu werden.

Mit der Hochschulreife kannst du auch beispielsweise Pflegewissenschaft, Pflegemanagement oder Medizin- und Pflegepädagogik studieren und dich somit noch vielfältiger für pflegebedürftige Menschen einsetzen.

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