Erlebe den Beruf Notfallsanitäter*in bei der Feuerwehr Hamburg.

Wir zeigen dir in unserem #kurzerklärt, was du alles über die Ausbildung bei der Feuerwehr wissen musst und welche Aufgaben und Herausforderungen dich im Alltag erwarten.
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Notfallsanitäter*in: Wenn’s drauf ankommt!

Was wäre die Welt nur ohne sie? Ob bei kranken, verletzten oder hilfsbedürftigen Menschen: Notfallsanitäter*innen sind oftmals die Ersten vor Ort und helfen bei medizinischen Notfällen. Sie wissen genau, was in brenzligen Situationen getan werden muss und stellen die beste gesundheitliche Versorgung ihrer Patient*innen sicher. Ein spannender Beruf voller Abwechslung und Verantwortung!

Wer denkt, damit wäre die Arbeit getan, irrt sich: Notfallsanitäter*innen sind nicht nur für die medizinische Erstversorgung an beispielsweise Unfallstellen verantwortlich. Sie beurteilen außerdem medizinische Notlagen, kommunizieren mit zuständigen Ärzt*innen und nehmen Notrufe entgegen.

Auch der Krankentransport in das nächstgelegene Krankenhaus und die Überwachung der lebenswichtigen Körperfunktionen währenddessen zählen zu den Aufgabengebieten – wenn es die Situation erfordert, mit Martinshorn und Blaulicht.

Der Beruf Notfallsanitäter*in ist also etwas für Menschen, die gerne Verantwortung übernehmen und eine gute Konzentrationsfähigkeit haben. Wer jetzt noch körperlich fit ist und sich im Team wohl fühlt, ist hier genau an der richtigen Stelle!

Feuerwehr Hamburg

Die Berufsfeuerwehr Hamburg ist eine der größten und modernsten Feuerwehren in Europa. Zusammen mit der Freiwilligen Feuerwehr Hamburg stehen ca. 5.000 Feuerwehrmänner*frauen zur Verfügung, um Leben zu retten. Rund um die Uhr setzen sie sich für den vorbeugenden und abwehrenden Brandschutz, aber auch im Rettungsdienst, bei der technischen Hilfeleistung, der Bekämpfung von Gefahren für die Umwelt und beim Katastrophenschutz ein. Dafür ist die Feuerwehr Hamburg in 17 Feuer- und Rettungswachen sowie einer Technik- und Umweltschutzwache organisiert. An eigenen Ausbildungsstandorten bildet sie Berufsfeuerwehrleute, Notfallsanitäter*innen und mehr aus.

Deine Aufgaben als Notfallsanitäter*in

An einer Unfallstelle, im Rettungsfahrzeug oder auf einer Rettungsleitstelle – als Notfallsanitäter*in trägst du die Verantwortung für das gesundheitliche Wohl deiner Patient*innen. In der Ausbildung wirst du natürlich so gut vorbereitet, dass du in allen Bereichen weißt, was zu tun ist.

Am Einsatzort

Vor Ort ermittelst du den Gesundheitszustand der Patient*innen und bist verantwortlich für die medizinischen Maßnahmen. Bei der Patient*innenversorgung wird dir ein*e Kolleg*in assistieren und dich unterstützen. Falls notwendig verständigst du notärztliche Hilfe.

Im Einsatzfahrzeug

Während der Fahrt ins Krankenhaus betreust du die verunfallte oder erkrankte Person im Rettungswagen und führst die lebenserhaltenden Maßnahmen durch.

Auf der Rettungswache

Die einsatzfreie Zeit in der Rettungswache wird für Übungsdienste, Fortbildungen, Dienstsport und soziale Aktivitäten genutzt. Vor allem müssen aber Einsatzberichte geschrieben und die Rettungswagen für den nächsten Notfalleinsatz vorbereitet werden. Die Einsatzfahrzeuge werden also entsprechend gereinigt, medizinische Geräte überprüft und Medikamente wieder aufgefüllt.

Wie werde ich Notfallsanitäter*in? Wichtige Ausbildungsinhalte und Job-Skills

Voraussetzung für die Ausbildung ist ein mittlerer Bildungsabschluss, also ein Realschulabschluss. Wenn du einen Hauptschulabschluss in Verbindung mit einer mindestens zweijährigen Berufsausbildung vorweisen kannst, kommst du ebenfalls für die Ausbildung in Frage. Gut zu wissen: Für den Zugang benötigst du außerdem ein ärztliches Attest über deine gesundheitliche Eignung.

Die Ausbildung erfolgt dual und dauert 3 Jahre in Vollzeit oder 5 Jahre in Teilzeit. In der Berufsfachschule, auf der Lehrrettungswache und im Krankenhaus lernst du alles, was du als Notfallsanitäter*in wissen und können musst.

Um die Wirkungsweise von Medikamenten zu verstehen, solltest du Interesse an Chemie mitbringen. Wenn dir außerdem die Schulfächer Biologie und Physik Spaß machen, sind das gute Voraussetzungen für die Ausbildung als Notfallsanitäter*in.

Verantwortungsbewusstsein

Von der Versorgung der Patient*innen über die Einhaltung von Sicherheitsvorschriften bis hin zur Anfertigung von Protokollen – als Notfallsanitäter*in solltest du verantwortungsbewusst und sorgfältig arbeiten können.

Psychische Stabilität

Bei der Konfrontation mit schweren Verletzungen oder dem Tod eines Unfallopfers ist psychische Stabilität sehr wichtig – nicht nur für den Umgang mit Patient*innen, sondern auch für dich.

Körperliche Fitness

Der Alltag als Notfallsanitäter*in kann schon einmal körperlich herausfordernd sein. Du solltest also fit sein, um beim Heben und Transportieren von Patient*innen gute Arbeit leisten zu können.

Konzentrationsfähigkeit

In Notfallsituationen kommt es vor, dass es schnell gehen muss. Wenn du mit Martinshorn und Blaulicht im Rettungswagen unterwegs bist, ist ein kühler Kopf das A und O.

Einfühlungsvermögen

Der rücksichtsvolle Umgang mit Patient*innen ist enorm wichtig. Du solltest auch in Extremsituationen einfühlsam und ruhig auftreten können.

Teamfähigkeit

Eine gute Zusammenarbeit mit deinen Kolleg*innen und Notärzt*innen ist notwendig, um Patient*innen optimal zu versorgen.

Nach der Ausbildung: Deine Zukunftsperspektiven als Notfallsanitäter*in

Notfallsanitäter*innen finden Beschäftigung bei Rettungs- und Krankentransportdiensten, bei Blutspendediensten oder bei Feuerwehren.

Wenn du dich für eine Weiterbildung interessierst, gibt es verschiedene Möglichkeiten um dein Wissen zu vertiefen. Mit einer Anpassungsweiterbildung hältst du beispielsweise deine Fachkenntnisse auf dem aktuellen Stand. Hier reicht das Themenspektrum von Notfallmedizin bis hin zur Hygiene im Gesundheitsbereich.

Falls du dein Wissen gerne weitergeben möchtest, ist eine Weiterbildung als Praxisanleiter*in für Notfallsanitäter*innen vielleicht das Richtige für dich.

Du hast Abitur und Lust auf eine Weiterbildung im Studium? Auch das ist kein Problem, denn die an die Ausbildung anschließenden Studienfächer sind vielfältig. Neben einem Bachelorabschluss in Sanitäts- und Rettungswesen kannst du u. a. Rettungsingenieurwesen, Gesundheitsmanagement oder auch Humanmedizin studieren.

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