Erlebe den Beruf Flugsicherungsingenieur/-in bei der DFS

Lerne Jens bei der Arbeit kennen und lass dir von ihm im Sicherheitsbereich am Frankfurter Flughafen die Instrumentenlandesysteme zeigen.
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Duales Studium Flugsicherungsingenieur/-in: Werde der nächste Technikprofi der Flugsicherung

Statistiken zufolge sind an Spitzentagen weltweit über 200.000 Flugzeuge im Luftraum unterwegs. Damit ihre Passagiere auch sicher ankommen, müssen Navigationsanlagen mit leistungsstarken Radarsystemen exakte Positionen ermitteln können, modernste Technologien die direkte Kommunikation zwischen FluglotsInnen und PilotInnen sicherstellen und Hochleistungsrechner große Datenmengen verarbeiten.

Der Flugverkehr braucht deshalb wahre TechnikexpertInnen, die dafür sorgen, dass flugsicherungstechnische Anlagen jederzeit zuverlässig funktionieren und immer besser werden. Wie sie das machen, erlebst du heute an deinem ersten Tag als Flugsicherungsingenieur oder Flugsicherungsingenieurin. Im dualen Studium Luftfahrtsystemtechnik und –management baust du die notwendige Expertise aus theoretischen Kenntnissen und praktischen Erfahrungen auf. So erfährst du schon in deiner Ausbildung, wie und wo du dein Wissen am Arbeitsplatz einsetzt. Als Flugsicherungsingenieur/-in machst deine Leidenschaft für Technik zum Beruf und übernimmst von Anfang an Verantwortung dafür, dass FluglotsInnen die vielen Flugzeuge sicher durch den Luftraum navigieren können.

Name: DFS Deutsche Flugsicherung GmbH

Mit rund 10.000 Flugbewegungen pro Tag gehört der Luftraum über Deutschland zu den verkehrsreichsten der Welt. Die Fluglotsen der DFS überwachen und koordinieren den Flugverkehr und sorgen für einen sicheren Flugverlauf. In den vier Kontrollzentralen der DFS sowie den 16 Towern an internationalen Flughäfen sind derzeit rund 2000 Fluglotsen angestellt. Die Ausbildung der Nachwuchslotsen findet in der unternehmenseigenen Flugsicherungsakademie am Firmensitz in Langen bei Frankfurt/Main statt. Insgesamt arbeiten 5400 Frauen und Männer in den verschiedenen Standorten des Unternehmens. Ingenieurinnen und Ingenieure sowie Technikerinnen und Techniker sorgen dafür, dass Navigations-, Ortungs- und Funkanlagen störungsfrei funktionieren. Dieses große Spektrum an Aufgaben schafft umfangreiche Arbeitsplatzperspektiven.

Die Arbeit als Flugsicherungsingenieur/-in: Aufgaben, denen du in diesem Beruf begegnest

Für die Sicherheit im Flugverkehr kommt sehr viel Technik zum Einsatz. Diese Anlagen und Systeme zum Orten, Navigieren, Kommunizieren und Berechnen pflegst du als Flugsicherungsingenieur/-in. Du wartest, überprüfst und optimierst, sodass sie immer betriebsbereit sind – ein wichtiger Job, der spezielles Fachwissen und deinen vollen Einsatz erfordert.

Betreuung technischer Systeme

Damit alle technischen Systeme zuverlässig funktionieren, müssen sie regelmäßig gewartet werden. Das Schreiben und Ausführen von Software zur Prüfung von Systemen ist deshalb eine deiner Aufgaben als Flugsicherungsingenieur/-in. Wenn eine Störung auftritt oder ein System sogar ausfällt, tust du alles, um den Fehler schnellstmöglich zu finden und zu beheben. Dazu tauschst du Rechner aus, verlegst neue Kabel, führst über Remote Shell Kommandos auf einem entfernten Rechner aus und programmierst gegebenenfalls.

Engineer on Duty im Flughafen-Tower

Immer wenn FluglotsInnen und FlugverkehrsleiterInnen im Tower arbeiten, ist auch ein/e Flugsicherungsingenieur/-in vor Ort. Als Engineer on Duty sitzt du auf der Wachleiterbrücke direkt neben den Chefs der FluglotsInnen und behältst von dort aus den Überblick über alle zu überwachenden Systeme, die beispielsweise Flugplandaten liefern, das Wetter darstellen oder die Sicht bei schlechtem Wetter ermöglichen. Sie sind doppelt, dreifach und teilweise auch vierfach abgesichert, um bei Ausfällen sofort auf eine Alternative ausweichen zu können.

Weiterentwicklung technischer Systeme

Als Spezialist für bestimmte technische Systeme verbringst du einen Großteil deiner Arbeitszeit damit, diese weiter zu optimieren, am Arbeitsplatz einzurichten und den FluglotsInnen für ihre Arbeit zur Verfügung zu stellen. Dafür interessierst du dich immer für die neuesten technologischen Trends und Fortschritte. Diese setzt du zur Weiterentwicklung der flugsicherungstechnischen Anlagen ein.

Wie werde ich Flugsicherungsingenieur/-in?
Wichtige Studieninhalte und Job-Skills

Mit der Fachhochschulreife kannst du dich bei der Deutschen Flugsicherung für das duale Studium Luftfahrtsystemtechnik und –management bewerben. In sieben Semestern lernst du sowohl an der Hochschule Darmstadt als auch praktisch in einem der Kontrollzentralen der DFS. Zuerst erwirbst du Grundlagenwissen des Maschinenbaus und der Elektrotechnik, das du immer spezieller auf die Ingenieurswissenschaft und Flugführung beziehst und in deinen Praxisphasen auf die Flugsicherungstechnik anwendest. Dabei kannst du den Standort und die Arbeitsbereiche selbst bestimmen.

Mathematik und Physik in neuer Dimension

Mathematische und physikalische Sachverhalte wie die Strömungslehre hast du in der Schule gut verstanden und kannst gut analytisch denken. In der Ausbildung vertiefst du dein Wissen mit praktischen Erfahrungen und spezifischem Fachwissen für deinen Beruf als Flugsicherungsingenieur/-in.

Technisches Verständnis

Wer beruflich mit technischen Anlagen und Systemen arbeiten möchte, der bringt auch die Leidenschaft und ein Grundverständnis für Technik und Technologien mit. In deinem dualen Studium vertiefst du dein Interesse für Maschinenbau, Informatik und Elektrotechnik. Du lernst, die Funktionsweisen von Maschinen und Anlagen immer besser zu verstehen.

Multitasking

Die Fähigkeit, vieles gleichzeitig zu überblicken und an mehreren Baustellen parallel zu arbeiten, kommt an deinem Arbeitstag als Flugsicherungsingenieur/-in vor allem dann zum Einsatz wenn du der Engineer on Duty bist. Dabei musst du auch in Extremsituationen ruhig bleiben und strukturiert denken können, um schnell die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Teamfähigkeit und Verantwortungsbewusstsein

Eine wichtige Grundvoraussetzung für deinen Beruf ist die Fähigkeit, mit deinem Team zusammenzuarbeiten. Weiterhin machst du dir in deiner Ausbildung immer stärker bewusst, welche Auswirkungen deine Handlungen als Flugsicherungsingenieur/-in auf die Arbeit deiner KollegInnen, die FluglotsInnen haben.

Theorieverständnis

Natürlich arbeitest du im Studium vor allem zu Beginn auch viel theoretisch. Du lernst, komplexe Zusammenhänge und Theorien zu verstehen wie zum Beispiel die Signaltheorie oder Modelle zur elektrischen Leitfähigkeit. Auch Literaturrecherchen und das Verfassen wissenschaftlicher Arbeiten gehören zum Studieren dazu. Dabei hast du immer die Flugsicherungspraxis im Blick.

Elektrotechnik und Flugsicherungstechnik

In der Vertiefungsrichtung Elektrotechnik wirst du zum Profi, wenn es um Schaltungs- und Rechnertechnik, Chipkarten, Handys, Navigationssysteme, Netze, Automatisierungssysteme und mehr geht. In der Vertiefung Flugsicherungstechnik lernst du die Technik der Flugregelung und Flugführungssysteme sowie deren Wartung, Instandhaltung und Prüftechnik genauer kennen.

Nach dem Studium: Deine Zukunftsperspektiven als Flugsicherungsingenieur/-in

Wie die FluglotsInnen erwirbst du während deiner Ausbildung bereits Lizenzen, die Voraussetzung für deinen Einsatz in bestimmten Towern oder Zentralen sind. Je nach dem beginnst du nach Abschluss deines Studiums mit der Arbeit entweder in einer der vier Kontrollzentralen in Bremen, Langen, München und Karlsruhe oder in einem der 16 Tower an internationalen deutschen Flughäfen. Möchtest du später als Flugsicherungsingenieur/-in den Standort wechseln, machst du dort eine neue Lizenz.

Ist dir der Bachelorabschluss noch nicht genug, kann ein Masterstudium eine interessante Zukunftsperspektive sein. Dabei kannst du dein Wissen und Können entweder in der Richtung Management oder in der Richtung Technik vertiefen, was dir vielfältige weitere Berufsmöglichkeiten eröffnet.

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